Unsere Wohnung war stickig- egal wie weit die fenster geöffnet waren.
Wir lagen da. In diesem großen bett. Mein shirt rutschte imemr mehr hoch und ich begab mich immer mehr
in die fötushaltung. Mein Kopf drohte zu explodieren.
Ich atmete ein.
Er lag neben mir und strich mit seinen fingerkuppen über die bettdecke.
ich mochte ihn. Ich mochte insbesondere, die art wie er sprach.
Ich konnte ihm immer zuhören selbst wenn der schmerz in meinem magen
mich so sehr plagte, dass ich angst hatte jeden moment umzukippen.
Aber ich lauschte zu, wie er über dies und das, völlig belangloses redete.
Manchmal gab ich eine antwort, aber meist schwieg ich nur.
Aber die meiste zeit verbrachte ich damit, zuzusehen wie seine schulterblätter sich bewegten.
In diesem Sommer fing ich wieder an zu schreiben. Ich nahm mir vor, ein Buch zuschreiben.
Ich wusste nicht, worum es gehen soll. Vielleicht sollte es ein Buch mit vielen Geschichten werden, geschichten über den Sommer. Über die süße des Sommers. Und immer wieder
scheiterte ich dabei, als ich versuchte zu beschreiben, wie sehr diese süße mich mitnahm
einfach so, in ihren bann zog und mich einfach nicht mehr loslassen wollte.
Ich wollte über diese verrückten Menschen schreiben, die ich vor kurzem auf
dem Festival kennegelernt hatte. Ich wollte über diese Sommernächte erzählen,
an denen man mit so ganz besonderen leuten da sitzt, bier in der hand und liebe im herzen,
diese nächte, wo man einfach den kopf ausschaltet und erzählt.
"Wir saßen da, es war mitten in der nacht, bier in der hand und liebe im herz.
Mein Gott, die Sonne schien nicht, es war ja auch mitten in der Nacht, aber ich trug meine
Sonnenbrille damit ich wenigstens ein wenig attraktiv aussah. Ich hab wieder angefangen zu rauchen. Ich mochte das. Es war mir völlig egal, ob es schädlich war oder nicht. Ich atmete das Nikotin ein, beugte mein Kopf nach hinten und pustete es richtung himmel wieder aus. Es ist erstaunlich wie cool man sich in solchten momenten vorkommt."
Irgendwie sowas, verstehtst du?
Aber jetzt lieg ich immer noch hier, mit ihm. Ich schreibe und er schaut mir zu.
Lächelt ab und an verlegen und ich lächelte zurück.
Im Radio läuft Amy Winehouse.
ich atme aus.